Nen schönen Bauch, den brauch ich auch!

Meinen Beitrag widme ich heute meinem besten Freund und schlimmsten Feind. Er begleitet mich täglich, ich habe eigentlich immer etwas an ihm auszusetzen und beschäftige mich ständig damit, wie ich ihn verbessern kann – was insgesamt nicht die beste Basis für eine vertrauensvolle Freundschaft ist, wenn ich so drüber nachdenke – mein Bauch.

Jeder Mensch hat seine Problemzone. Gerade für uns Frauen ist dies ein Dauerbrennerthema. Aber auch Männer haben und verfluchen sie, auch wenn sie meist weniger darüber jammern. Doch gut ist es auf jeden Fall bereits, wenn man ein “Problem” sieht, es erkennt, statt einfach wegzusehen und täglich damit zu hadern ohne zu versuchen gegenzusteuern. Denn dann kann es nur schlimmer werden.

Fühlt man sich mit etwas an seinem Körper unwohl, ist Aktzeptanz in erster Instanz sicher erstmal wichtig. Wegen der einen oder anderen Problemzone ist man kein weniger wertvoller oder unattraktiver Mensch. Doch unser Unwohlsein mit etwas strahlen wir schnell nach außen. Wir verstecken uns, gehen vielleicht nicht zum schwimmen mit Freunden, weil wir im Bikini schrecklich aussehen oder nicht zum Sport, weil wir das Gefühl haben alle starren uns an? Hier ist Akzeptanz wichtig! Denn vielleicht würden gerade Schwimmbadbesuche und Sport unsere Probleme komplett lösen. Also:

Problem erkennen, Kalorien verbrennen!

Klar kostet es Überwindung, aber was haben wir zu verlieren, außer vielleicht ein paar Kilo an der richtigen Stelle? Ich selbst bin auch kein Freund von Fitnessstudios. Ich bin froh mein regelmäßiges Tanztraining zu haben, in dem ich den Bauch immer wieder fleißig aktivieren muss, aber ich habe auch angefangen morgens vor der Arbeit eine Viertelstunde früher aufzustehen, um ein paar Bauchübungen zu machen. Es ist zwar nur ein kurzes Workout, aber ich setze darauf, dass die Regelmäßigkeit zu Erfolgen führen wird. Hier meine 3 Favoritenübungen, die weder viel Zeit noch Geld kosten, schnell und auch super einfach auf jedem Fitnesslevel umgesetzt werden können:

Crunches – oder “Die Bauchpresse”
Crunches sind quasi die kleinen Schwestern der großen, bösen Sit-ups. Manch einer wird sich jetzt fragen: Da gibt es überhaupt einen Unterschied? Durchaus. Der entscheidende ist, dass bei den Sit-ups der ganze Oberkörper angehoben wird, bei Crunches dagegen werden nur Schulter und oberer Rücken vom Boden abgehoben.
Das richtige To-do (Abwandlungen sind natürlich möglich):
– Rückenlage, Hände hinter Kopf oder auf der Brust verschränkt.
– Bauch anspannen und “aufrollen”, dabei das Kinn nicht auf die Brust ziehen, sondern den Kopf hinten lassen.
– Die Bewegung ist nicht groß und endet sobald die Schultern ganz vom Boden abgehoben haben.
– Bewegungen nach links und rechts aktivieren auch die seitliche Bauchmuskulatur.
– Beim Zurückkommen am besten gar nicht ganz absetzen, so bleibt der Bauch in förderlicher, konstanter Spannung.
Trainierte Muskulatur: besonders die oberen Bauchmuskeln

Beinheben im Liegen
Wo wir eh gerade schon liegen, machen wir damit gleich weiter.
– Rückenlage, die Beine ausstrecken.
– Die Arme seitlich mit Handflächen nach unten neben dem Körper ablegen.
– Die Beine überkreuzt mit leicht angewinkelten Knien vom Boden abheben.
– Wichtig ist, dass der untere Rücken dabei am Boden bleibt und auch der Nacken sollte entspannt sein.
– Wem das noch zu schwierig ist, der legt seine Hände unter den Po, das macht es das Beinheben deutlich einfacher und trotzdem noch für den Bauch effektiv.
Trainierte Muskulatur: besonders die unteren Bauchmuskeln

3. Planking
Auf dem Weg zum wohlverdienten Aufstehen drehen wir uns nochmal auf den Bauch.
– Dann heben wir uns einfach auf die Ellenbogen gestützt und mit den Fußspitzen am Boden vom Boden ab.
– Dabei soll der Po unten bleiben und der Körper wird flach wie ein Brett.
– Jetzt einfach nur halten.
– Egal wie lange man es schaffst, es bringt enorm viel.
Trainierte Muskulatur: beinahe eine Ganzkörperkräftigung, für eine starke Mitte.

Nach dem Training auf dem Rücken liegend gern einmal lang ausstrecken und tief in den Bauch ein und ausatmen, der darf sich dabei weit wölben. Das lockert die Muskulatur wieder und tut vor allem gut.

Ich mache die Übungen und ein paar andere, gern morgens zuhause auf einer Isomatte, da wo Platz ist. Kein Weg ins Fitnesstudio, kein großer Zeitaufwand, keiner der einen anstarrt. Man muss es einfach nur machen!

Gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf, viel Wasser, das alles gehört natürlich auch noch dazu, um den Problemzonen zu Leibe zu rücken. Klingt immer alles so einfach, aber wir wissen alle wie schwer es sein kann. Wichtig ist aber: dran bleiben! Und selbst wenn sich optisch nicht so schnell etwas verändert, jeder Versuch tut dem Körper gut und wenn wir es nicht täten, könnte alles noch viel schlimmer sein. Seid also in jedem Fall stets stolz auf euch und was ihr leistet, egal wie klein die Schritte sein mögen.

PS: Der Rekord im Planking liegt lt. Guinness-Buch derzeit bei 4:26 Stunden, von einem Chinesen namens Mao Weidong. Ich würde ihn eher Mao WOW nennen… Wir setzen uns lieber kleine Ziele und auch wenn wir nach 20 Sekunden entkräftet zusammenbrechen, es ist besser als nichts. Ich denke Mao WOW wäre da sicher meiner Meinung. Auch der hat mal klein angefangen…

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